
Alles Wichtige auf einen Blick:
Um den Kapitalbedarf für Ihre Gründung exakt zu bestimmen, müssen Sie alle fixen und variablen Kosten – von der Büromiete bis zur Lohnvorfinanzierung – detailliert auflisten. Eine verlässliche Kalkulation berücksichtigt sowohl optimistische als auch vorsichtige Szenarien, um die Liquidität auch bei einem verzögerten Markteintritt sicherzustellen. Besonders kritisch ist dabei die zeitliche Lücke zwischen Lohnzahlung und Kundenzahlung.
Ermitteln Sie alle Kosten für Ihr individuelles Vorhaben sorgfältig, bevor Sie Ihren Startkapitalbetrag festlegen. Durch eine gezielte Recherche finden Sie heraus, mit welchen Miet- und Betriebskosten Sie an Ihrem Standort rechnen müssen und wie hoch die Personalkosten für interne sowie externe Mitarbeiter ausfallen.
Bei Kostenfaktoren, deren Höhe Sie im Vorfeld bisher nicht genau einschätzen können, ist es ratsam, sowohl einen Best-Case als auch einen Worst-Case zu berechnen. Während der Best-Case von einem raschen Kundenaufbau ausgeht, berücksichtigt der Worst-Case längere Zahlungsziele der Kunden oder eine langsamere Rekrutierung. Wählen Sie für Ihre Planung einen Betrag, der zwischen beiden Extremen liegt, um finanziell flexibel zu bleiben.
In der Personaldienstleistung in Österreich landet man aufgrund der strengen gewerberechtlichen Auflagen und der hohen Lohnvorfinanzierung schnell bei einem benötigten Startkapital von 100.000 bis 150.000 EUR. Sollten Ihre Berechnungen deutlich niedrigere Zahlen ergeben, prüfen Sie kritisch, ob alle gesetzlichen Rücklagen und Puffer enthalten sind.
Damit Sie finanziell auf der sicheren Seite sind, sollten Sie Ihr Budget in zwei Phasen planen:
In Österreich benötigen Gründer für die Arbeitskräfteüberlassung eine offizielle Gewerbeberechtigung, bevor der erste EUR fließen kann.
Bevor Sie Ihr erstes Team beim Kunden einsetzen, bitten Behörden und Berater Sie bereits zur Kasse. Rechnen Sie hier mit Ausgaben für Notar, Firmenbuch und Befähigungsprüfung bei der WKO. Auch wenn Sie Profis für Steuern oder Recht um Rat fragen, kostet das Geld, noch bevor das Unternehmen offiziell startet.
Vergessen Sie nicht: Auch das Büro und die ersten Laptops müssen Sie schon vorab bezahlen.
Sobald der Betrieb läuft, wird es erst richtig spannend. Jetzt müssen Sie jeden Monat die Gehälter Ihres Teams, Ihre eigene Miete und die Lohnnebenkosten an die ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) überweisen. Ein ganz wichtiger Punkt: Denken Sie an Ihren eigenen Lebensunterhalt! Sie müssen auch privat Ihre Miete und Ihren Einkauf bezahlen, solange Ihr Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckt.
Das ist der Knackpunkt in der Überlassungs-Branche: Ihre Mitarbeiter wollen ihr Geld pünktlich sehen, aber Ihre Kunden lassen sich mit dem Bezahlen der Rechnungen oft Zeit. Am Anfang tragen Sie dieses Risiko allein, weil Sie noch keine hohen Einnahmen haben, die diese Lücken füllen. Sie fungieren gewissermaßen als Bank für Ihre Kunden und strecken die Löhne vor – deshalb brauchen Sie von Tag 1 an ein ordentliches finanzielles Polster.
Bevor Sie den ersten Mitarbeiter einstellen, müssen Sie einige bürokratische Hürden nehmen. In Österreich brauchen Sie für die Arbeitskräfteüberlassung eine offizielle Gewerbeberechtigung, einen Notar für den Gesellschaftsvertrag und einen Platz im Firmenbuch. Rechnen Sie hier mit Kosten, die sich – je nach Rechtsform – auf ein paar tausend EUR summieren können.
Bei einer Arbeitskräfteüberlassung handelt es sich um ein „reglementiertes Gewerbe“. Das heißt: Sie dürfen nicht einfach so loslegen. Sie müssen beweisen, dass Sie das Handwerk beherrschen (Befähigungsnachweis). Wenn Sie die Prüfung bei der Wirtschaftskammer (WKO) selbst ablegen, kosten die Prüfungsgebühren meist zwischen 400 und 600 EUR.
Wenn Sie als GmbH starten, müssen Sie Ihr Unternehmen ins Firmenbuch eintragen lassen. Das kostet beim zuständigen Handelsgericht meist zwischen 350 und 500 EUR.
Tipp: Dank des Neugründungs-Förderungsgesetzes (NEUFÖG) können Sie sich viele dieser Stempelgebühren und Verwaltungsabgaben sparen. Fragen Sie dazu unbedingt vorher bei der WKO nach!
An einem Notar führt kein Weg vorbei, wenn Sie eine GmbH gründen. Er setzt den Gesellschaftsvertrag auf und beglaubigt alles. Für eine Standard-Gründung sollten Sie hier mit 1.500 bis 2.500 EUR rechnen. Wer allein gründet, kann oft ein vereinfachtes Verfahren nutzen und damit ein wenig Geld sparen.
Das ist der größte Brocken, normalerweise brauchen Sie für eine GmbH in Österreich 35.000 EUR Stammkapital, wovon die Hälfte sofort bar auf dem Konto liegen muss. Es gibt aber eine Erleichterung: die Gründungsprivilegierung. Dabei müssen Sie bei der Gründung insgesamt nur 10.000 EUR festlegen und davon lediglich 5.000 EUR sofort bar einzahlen. Das schont Ihre Liquidität in den ersten Jahren enorm.
Sich alles selbst anzulesen, kostet Zeit und Nerven. Ein guter Steuerberater oder spezialisierter Anwalt hilft Ihnen, von Anfang an alles richtig zu machen – besonders bei den Überlassungsverträgen. Eine umfassende Gründungsberatung kann zwar 2.000 bis 4.000 EUR kosten, bewahrt Sie aber vor noch teureren Fehlern.
Werden Sie Mitglied in einem Fachverband oder nutzen Sie die Services der WKO. Dort bekommen Sie oft rechtssichere Vertragsmuster für Ihre Arbeitsverträge und die Überlassungsmitteilungen, ohne das Rad neu erfinden zu müssen.
| Posten | Ungefähre Kosten |
| Befähigungsprüfung (WKO) | ca. 500 Euro |
| Firmenbuch-Eintrag | ca. 400 Euro (oft NEUFÖG-befreit) |
| Notar (Gesellschaftsvertrag) | ca. 2.000 Euro |
| Stammkapital-Einlage (Bar) | mind. 5.000 Euro (privilegiert) |
| Gewerbe-Anmeldung | Meist kostenlos (NEUFÖG) |
Für Ihr Büro und die technische Basis sollten Sie mit Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro für die Grundausstattung rechnen. Das umfasst nicht nur die Miete und Möbel, sondern auch die komplette IT-Infrastruktur sowie die Ausrüstung für Ihre externen Mitarbeiter.
Die Mietpreise hängen stark von der Lage ab. Rechnen Sie bei den Nettomieten im Schnitt mit 15 bis 18 Euro pro Quadratmeter. Wenn es Sie direkt in die City zieht, landen Sie schnell bei 20 Euro, während Spitzenlagen bis zu 28 Euro kosten können. Wichtig: Zu der Nettomiete kommen durchschnittlich 4bis 6 Euro für Betriebskosten (inkl. Heizung und Kühlung) hinzu. Auf die gesamte Summe schlägt das Finanzamt noch einmal 20 % Umsatzsteuer auf.
Ein kleines 50-m²-Büro (Durchschnittslage) kostet Sie ca. 850 Euro Nettomiete + 250 Euro Betriebskosten = 1.100 Euro exkl. MwSt. Inklusive 20 % Steuer müssen Sie also monatlich 1.320 Euro auf den Tisch legen. Planen Sie als Kaution meist 3 bis 6 Bruttomonatsmieten ein.
Das Auge arbeitet mit, aber der Gesetzgeber schreibt in Österreich über das Arbeitnehmerschutzgesetz (ASchG) und die Bildschirmarbeitsverordnung (BS-V) genau vor, wie gesund ein Arbeitsplatz sein muss. Das Arbeitsinspektorat achtet besonders auf ergonomische Sessel und die richtige Beleuchtung.
Tipp: Mit hochwertigen gebrauchten Büromöbeln können Sie Ihre Anfangskosten massiv senken, ohne bei der Ergonomie zu sparen.
Ohne eine solide IT läuft in der Personaldienstleistung heute nichts mehr. Sie brauchen Hardware, die zuverlässig funktioniert. Es muss aber nicht immer der High-End-Gaming-PC sein.
Ihre Hardware ist nur so gut wie die Software, die darauf läuft. Sie brauchen eine Lösung, die den gesamten Prozess – vom Inserat über die Zeiterfassung bis zur Lohnverrechnung – automatisiert. Eine branchenspezifische Software wie ProSolution hilft, Prozesse von Recruiting bis Abrechnung rechtssicher zu bündeln und Fehler zu vermeiden.
Planen Sie für die Grundausstattung ein paar Hundert Euro ein. Unterschätzen Sie nicht die „Kleinigkeiten“. Stifte, Ordner, Briefumschläge und Druckerpapier läppern sich. Wenn Sie von Anfang an auf ein weitgehend digitales Büro setzen, können Sie hier aber langfristig viel Geld sparen und zudem die Umwelt schonen.
Je nachdem, welche Branche Sie bedienen, müssen Sie Ihre Mitarbeiter ausstatten. Im gewerblichen Bereich sind Sie als Überlasser oft verpflichtet, die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu stellen.
Seit 2024 ist das System rund um den ORF-Beitrag für Firmen neu geregelt.
| Kostenstelle | Geschätzter Betrag |
| Miete, Betriebskosten & Kaution | Standortabhängig (Puffer für 3 Monate einplanen) |
| Büromöbel (Tisch, Sessel, Schrank) | ab ca. 950 € pro Arbeitsplatz |
| Büroküche & Konferenzraum | ab ca. 2.000 € (einmalig) |
| Hardware (PC, Monitor, Headset) | ab ca. 1.100 € pro Arbeitsplatz |
| Software (ProSolution) | nach Lizenzmodell |
| Drucker (Multifunktion) | ab ca. 300 € |
| PSA & Werkzeug (pro externem MA) | ca. 300 € bis 600 € |
| ORF-Beitrag | ab ca. 180 € pro Jahr |
| AKM (Musik) | je nach Nutzung |
In der AKÜ tragen Sie als Unternehmer eine hohe Verantwortung – nicht nur für Ihr eigenes Team, sondern auch für die Fehler, die Ihre überlassenen Arbeitskräfte beim Kunden machen könnten. In Österreich sind Sie zudem mit strengen Gesetzen wie dem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) konfrontiert. Ein solider Versicherungsschutz ist daher kein Luxus, sondern Ihre finanzielle Lebensversicherung.
Die Betriebshaftpflicht springt ein, wenn durch Sie oder Ihre überlassenen Mitarbeiter Personen- oder Sachschäden entstehen. In Österreich ist besonders wichtig, dass die Versicherung auch Tätigkeiten in verschiedenen Branchen (z. B. Gewerbe, Bau oder Industrie) abdeckt, da hier das Schadensrisiko höher ist.
Das größte Risiko ist die Zahlungsunfähigkeit eines Kunden. Da Sie die Löhne und die hohen Lohnnebenkosten (Dienstgeberanteile zur Sozialversicherung) pünktlich vorstrecken müssen, kann ein großer Forderungsausfall Ihre Existenz bedrohen.
Das österreichische Arbeitsrecht ist komplex. Ob es um die Einstufung im Kollektivvertrag (KV), Streitigkeiten mit der ÖGK oder Vorwürfe wegen Unterentlohnung geht – ein Rechtsstreit wird schnell teuer. Eine Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten.
Diese Versicherung ist quasi die „Hausratversicherung“ für Ihre Geschäftsräume. Sie schützt bei Einbruch, Brand, Leitungswasserschäden oder Sturmschäden an Ihrer IT und den Büromöbeln.
Falls Sie Firmenwagen für den Außendienst oder Sammelbusse für Ihre Mitarbeiter leasen oder kaufen, benötigen Sie eine gewerbliche Versicherung. In Österreich wird hier oft das „Bonus-Malus-System“ herangezogen, sofern kein Fuhrparktarif vereinbart wird. Planen Sie hier vor allem bei Vollkasko-Schutz entsprechende Fixkosten ein.
📌 Achtung bei den Schätzungen: Die genannten Beträge sind Richtwerte für 2026. Ein Personaldienstleister im Bereich Montage/Bau mit 20 Mitarbeitern und eigenem Fuhrpark kommt schnell auf jährliche Versicherungskosten von 7.500 bis 9.000 Euro.
| Versicherung | Jährliche Kosten (ca.) | Besonderheit AT |
| Betriebshaftpflicht | 700 €+ | Deckung für verschiedene Branchen prüfen |
| Warenkredit | 3.000 €+ | Essenziell wegen Lohnvorfinanzierung |
| Rechtsschutz | 400 €+ | Muss Arbeits- & Sozialversicherungsrecht decken |
| Inhaltsversicherung | 200 € | Schützt teure IT & Einrichtung |
| KFZ (Gewerblich) | Je nach Fuhrpark | Bonus-Malus-Einstufung beachten |
In Österreich kommen Sie an bestimmten Mitgliedschaften rechtlich nicht vorbei. Diese Institutionen sichern Sie zwar ab oder vertreten Ihre Interessen, kosten aber natürlich Geld. Damit Ihr Startkapital nicht schon im ersten Quartal schrumpft, sollten Sie die jährlichen Beiträge für die Wirtschaftskammer, die Unfallversicherung und den Sozial- und Weiterbildungsfonds fest einplanen.
Jeder, der in Österreich ein Gewerbe anmeldet, ist automatisch Mitglied in der Wirtschaftskammer (WKO). Für Sie als Arbeitskräfteüberlasser ist die Fachgruppe der „Gewerblichen Dienstleister“ zuständig. Hier wird einmal im Jahr die sogenannte Grundumlage fällig.
Eine weitere Mitgliedschaft betrifft die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Hier sind Ihre Mitarbeiter gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten geschützt. Das Gute für Sie: Sie müssen sich nicht um eine separate Anmeldung kümmern, das läuft automatisch über die Sozialversicherung.
Das ist eine echte Besonderheit für unsere Branche. Wenn Sie Arbeiter (Gewerbe/Bau/Industrie) überlassen, müssen Sie einen Beitrag an den Sozial- und Weiterbildungsfonds (SWF) leisten. Dieser Fonds unterstützt überlassene Arbeitskräfte etwa bei Arbeitslosigkeit oder durch Förderungen für Weiterbildungen.
Die Mitgliedschaft in Österreichs Personaldienstleister (ÖPDL) ist zwar freiwillig, aber gerade für Gründer extrem wertvoll. Sie bekommen dort rechtliche Beratung, fertige Vertragsmuster und sind immer up to date, was neue Gesetze angeht.
💡 Key Takeaway: In Österreich sind die WKO-Grundumlage und der SWF-Beitrag Fixstarter in jedem Budget. Nutzen Sie NEUFÖG, um bei der ersten Grundumlage eventuell Gebühren zu sparen!
| Institution | Beitragshöhe (ca. 2026) | Pflicht? |
| Wirtschaftskammer (WKO) | 150 € bis 600 € (Grundumlage/Jahr) | Ja |
| AUVA (Unfallversicherung) | 1,1 % der Lohnsumme | Ja |
| Sozialfonds (SWF) | 0,35 % der Lohnsumme (für Arbeiter) | Ja |
| Österr. Personaldienstleister | ab ca. 1.300 € pro Jahr | Nein, aber empfohlen |
Die Personalkosten sind in der Arbeitskräfteüberlassung der mit Abstand größte Brocken in Ihrer Kalkulation. Da Sie Ihre Mitarbeiter monatlich bezahlen müssen, die Zahlungen Ihrer Kunden aber oft erst Wochen später eintreffen, benötigen Sie ein massives finanzielles Polster für die Vorfinanzierung. Rechnen Sie damit, dass Sie auf den Bruttolohn Ihrer Angestellten und Arbeiter zusätzlich etwa 30 % bis 32 % an Lohnnebenkosten (Dienstgeberanteile) drauflegen müssen.
In Österreich zahlen Sie als Arbeitgeber nicht nur das Bruttogehalt, sondern auch eine Reihe von Abgaben, die Ihre Gesamtkosten erhöhen. Zu den wichtigsten Positionen gehören:
In fast allen österreichischen Kollektivverträgen (KV) ist festgeschrieben, dass Mitarbeiter Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld haben. Das bedeutet für Sie: Sie zahlen pro Jahr nicht 12, sondern 14 Gehälter. Diese Sonderzahlungen müssen Sie in Ihrer monatlichen Rücklagenbildung unbedingt berücksichtigen, da sie die jährliche Lohnsumme und damit Ihren Kapitalbedarf deutlich erhöhen.
Das ist die größte Falle für junge Unternehmen in der Überlassung: Die zeitliche Lücke. Ihre Mitarbeiter und das Finanzamt wollen ihr Geld pünktlich sehen, doch viele Kunden in der Industrie oder am Bau nutzen lange Zahlungsziele von 30 oder 60 Tagen. In dieser Zeit fungieren Sie quasi als Bank für Ihre Kunden. Wenn Sie dann nicht genug Liquidität haben, um die Löhne vorzustrecken, steht der Betrieb sofort still.
Alleine werden Sie die Flut an Aufgaben – von der Rekrutierung über die Kundenakquise bis zur rechtlich sicheren Abrechnung – kaum bewältigen. Planen Sie daher von Anfang an mindestens eine interne Unterstützung (z. B. in Teilzeit) ein. Auch hier fallen neben dem Gehalt die vollen Lohnnebenkosten an.
💡 ProSolution-Tipp: Kalkulieren Sie als absolutes Minimum drei Monatsgehälter inklusive aller Lohnnebenkosten als Puffer für jeden Mitarbeiter ein. Nur so überstehen Sie die Phase, bis die ersten Kundenzahlungen verlässlich fließen.
| Kostenpunkt | Zusammensetzung |
| Bruttolohn (Extern) | Je nach Branche und Kollektivvertrag (KV) |
| Lohnnebenkosten | ca. 30–32 % zusätzlich zum Brutto |
| Sonderzahlungen | Aliquotes Urlaubs- und Weihnachtsgeld (13./14. Gehalt) |
| Internes Personal | Gehalt + Lohnnebenkosten für Backoffice/Recruiting |
| Eigenes Gehalt | Deckung Ihrer privaten Lebenshaltungskosten |
Damit Kunden und Bewerber Ihr neues Unternehmen überhaupt finden, müssen Sie in Ihre Marke investieren. Planen Sie für den Start – je nach Anspruch – zwischen 3.000 und 7.000 Euro für Website, Logo und die erste Sichtbarkeit ein. In der Arbeitskräfteüberlassung gewinnt nicht der mit dem größten Büro, sondern derjenige, der digital am besten gefunden wird.
Egal ob ein Industrieunternehmen Personal sucht oder sich ein Facharbeiter bewerben möchte: Der erste Weg führt fast immer über Ihre Website. Hier entscheiden Sekunden darüber, ob Sie seriös wirken. Sie haben drei Möglichkeiten, Ihre Seite aufzubauen:
💡 Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Website von Anfang an mobil optimiert ist. Die meisten Bewerber schauen sich Ihre Jobs am Smartphone an, während sie im Bus sitzen oder Pause machen.
Was nützt die schönste Seite, wenn sie niemand findet? Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt dafür, dass Sie bei Suchbegriffen wie „Job Monteur Linz“ oder „Personalvermittlung Graz“ ganz oben auftauchen. Da Sie als Startup gegen Platzhirsche antreten, brauchen Sie Ausdauer. Wenn Sie die SEO-Betreuung an Profis auslagern, sollten Sie monatlich ab ca. 500 Euro einplanen. Wer Zeit hat, kann die Basics (gute Texte, richtige Überschriften) mit Tools auch selbst lernen.
Ihr Logo ist das Gesicht Ihrer Firma. Es muss auf dem Briefpapier genauso gut aussehen wie auf dem Smartphone oder einem T-Shirt. Ein erfahrener Grafikdesigner berät Sie auch bei der Farbwahl und stellt sicher, dass Sie keine Urheberrechte verletzen.
Ein Schild am Eingang Ihres Büros ist in Österreich nicht nur eine Frage des Stils, sondern oft auch eine gewerberechtliche Notwendigkeit, damit man Ihren Betrieb findet.
| Maßnahme | Geschätzte Kosten (AT) |
| Website (Profi-Basis) | ab 2.000 € |
| Hosting & Domain | ca. 150 € / Jahr |
| Logo-Design | 500 € bis 1.500 € |
| SEO (monatlich) | ab 500 € |
| Außenwerbung & KFZ | 500 € bis 1.500 € |
Sie haben nun eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was der Start in die Arbeitskräfteüberlassung kostet. Aber wie kratzt man diese Summe zusammen? In Österreich gibt es dafür verschiedene Wege – oft ist ein Mix aus eigenen Ersparnissen, Förderungen und einem Kredit die beste Lösung.
Der klassische Weg führt zur Hausbank. Damit die Bank „Ja“ sagt, brauchen Sie eine saubere Bonität und einen glasklaren Businessplan.
Wenn Sie jemanden kennen, der Geld übrig hat und an Ihre Vision glaubt, kann ein Investor der Turbo für Ihr Wachstum sein. Im Gegenzug beteiligen Sie diese Person am Gewinn oder geben Firmenanteile ab.
Hier wird es spannend, denn der Staat greift Gründern unter die Arme.
Egal wie viele Förderungen Sie finden: Ohne eigenes Erspartes wird es schwer. Die meisten Banken verlangen einen Eigenkapitalanteil von mindestens 20 %. Das zeigt nicht nur, dass Sie an sich selbst glauben, sondern senkt auch Ihre monatliche Zinslast. Aber Achtung: Wenn es schiefgeht, ist dieses Geld weg. Je mehr Eigenkapital Sie mitbringen, desto besser ist Ihre Verhandlungsposition.
Am Ende des Tages entscheidet Ihre Liquidität darüber, ob Ihr Unternehmen abhebt oder am Boden bleibt. Bevor Sie also den Mietvertrag unterschreiben oder die erste Anzeige schalten, nehmen Sie sich die Zeit für eine ehrliche Kalkulation.
Wieviel Startkapital Sie wirklich brauchen, hängt von vielen Faktoren ab – von Ihrem Standort, der gewählten Rechtsform und vor allem davon, wie schnell Sie wachsen wollen. Wenn Sie einen ordentlichen Puffer einplanen, auf moderne Tools wie die von ProSolution setzen und Ihre Kosten im Griff haben, steht dem Erfolg nichts im Weg.
Quellen & weiterführende Literatur:
Foto: kunakorn / 516060084

Unser ProSolution Redaktionsteam vereint Erfahrung aus Redaktion, Fachjournalismus und technischer Dokumentation mit fundiertem Know-how aus der Personaldienstleistung. Mit Blick auf die Praxis bereiten wir Produktneuigkeiten und Branchenthemen verständlich und anwendungsnah auf – mit dem Ziel, Sie im Arbeitsalltag konkret zu unterstützen.
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